Insider im Gespräch über … Nicolai Rapp (#23)

Sonderlich viel tun wird sich bei den Lilien im aktuellen Transferfenster nicht. Das ließen die für die sportlichen Belange Verantwortlichen unlängst durchblicken. Durch den Kreuzbandriss von Mathias Wittek sahen sie sich allerdings gefordert, im Defensivbereich nachzulegen. Die Lücke schließen wird in der Rückrunde Nicolai Rapp, der auf Leihbasis von Union Berlin ans Böllenfalltor kommt. Der 23-Jährige Nordbadener kennt das Unterhaus aus seinen Spielzeiten bei Greuther Fürth und Erzgebirge Aue (60 Partien, 1 Tor). Bei den Eisernen (3 Einsätze in Liga 2) kam er seit seinem Wechsel vor einem Jahr kaum zum Zug und will nun bei den Lilien Spielpraxis sammeln. Man darf gespannt sein, ob er das bislang unangefochtene Stammduo (Immanuel Höhn und Dario Dumic) im Abwehrzentrum herausfordern kann. Wie Nicolai Rapp einzuschätzen ist, das frage ich Daniel. Der Union-Fan befasste sich nicht zuletzt aufgrund des Union-Taktikblogs Eiserne Ketten jahrelang mit der 2. Bundesliga. Er spricht zudem beim Union-Podcast Textilvergehen mit – sowie dessen Geschichts-Spin-off Und Niemals Vergessen – und ist zu guter Letzt auch noch für Spielverlagerung am Start.

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Wo klemmt’s? Die Lilien-Zwischenbilanz 2019/20

Aus die Maus. Das Fußballjahr 2019 ist Geschichte. Die erste Partie der Rückrunde war zugleich das letzte Spiel des SV Darmstadt 98 in diesem Jahrzehnt. Der SVD hat sich in 18 Saisonspielen bislang 21 Punkte aufs Konto geschaufelt. Das bedeutet vor den Sonntagsspielen Rang 12 in der 2. Bundesliga. Und selbst wenn sich ein 2:2 gegen den HSV bedeutend besser anfühlt als das 2:6 vor Jahresfrist in Paderborn, das erhoffte Festsetzen in der oberen Tabellenhälfte, es blieb in der Hinrunde aus. Ja, die Lilien bieten spielerisch deutlich mehr an als noch vor einem Jahr. Ja, sie treten kompakt und diszipliniert auf. Und ja, sie beweisen immer wieder Moral und wirken intakt. Und dennoch muss man genauer hinschauen, warum die Jungs nach 18 Spieltagen erneut in der wohlvertrauten, aber nicht wirklich gemütlichen Tabellenregion stehen.

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„Man wird das tschutti heftli auf zwei Arten einkleben können“

2020 steht das nächste internationale Großturnier an, die Fußball-Europameisterschaft. Rund um das Turnier wird es wieder diverse Möglichkeiten geben, sich auf die EURO einzustimmen. Eine der besten ist das tschutti heftli aus der Schweiz. Das 2008 erstmals aufgelegte Sammelheft vereint viele Künstler in einem Sammelalbum, die die Spieler der teilnehmenden Teams auf ganz individuelle Art und Weise gestalten. Heute in vier Monaten, am 6. April, soll es die ersten Sammeltüten im Handel geben. Auch in Deutschland. Wie schon vor zwei Jahren sprach ich mit Silvan, tschutti-Mitstreiter der ersten Stunde, Grafiker und Illustrator aus Luzern.

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Und, wie machen sich die Neuen beim SVD?

Das Transferfenster im Sommer nutzten die Verantwortlichen des SVD für eine ausgedehnte Shoppingtour. Elf Neuzugänge tragen seither die Lilie auf der Brust. Jünger, entwicklungsfähiger, flinker sollten die Neuen sein und zugleich nicht ganz unerfahren. Nach 13 Spieltagen will ich ein kleines Zwischenfazit ziehen, wie sich Seung-ho Paik, Damir Dumic, Marcel Schuhen & Co. bislang so gemacht haben.

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Reingeschaut: Football Disco!..

Quadratisch kommt es daher, vielleicht nicht unbedingt praktisch, aber ganz gewiss gut! Sage und schreibe 424 Seiten stark ist „Football Disco!..“, eine Hommage des Schweizers Pascal Claude an Fußballlieder auf Vinyl oder vielmehr an deren Plattencover. Seine internationale Sammlung erstreckt sich von Argentinien über Algerien und Deutschland bis Japan. Fünf Essays helfen die über 900 Plattenhüllen und die damit verbundene Popkultur aus sechs Jahrzehnten einzuordnen.

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Einwurf: Siebzehnter! Und nun?

Jetzt ist er spätestens perfekt, der Fehlstart des SVD. Neun Partien sind absolviert und damit ein Viertel der Saison 2019/20. Die Lilien stehen mit acht Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das Ganze wird allmählich ungemütlich. Nicht erst seit dem 1:1 gegen den Karlsruher SC wird die Personalie Dimitrios Grammozis unter den Anhängern diskutiert. Und jetzt? Nehmt euch einen Kaffee oder ein Kaltgetränk, das Lesen meines Einwurfs dürfte etwas länger dauern.

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Insider im Gespräch über … Ognjen Ožegović (#22)

Viele Fans hatten sich einen weiteren Angreifer im Kader der Lilien gewünscht und der Auserwählte heißt Ognjen Ožegović. Der 25-Jährige Serbe kommt vom FK Partizan Belgrad nach Darmstadt. Sportdirektor Carsten Wehlmann ist überzeugt, dass er den Lilien weiterhelfen werde. In jedem Fall erhöhe er die Optionen in der Offensive, die sich in vorderster Front zuletzt mit Serdar Dursun von selbst aufstellte. Teo aus Belgrad hat seine ersten Lebensjahre in Darmstadt verbracht und ist Fan von Cukaricki Belgrad, behält aber auch die Lilien im Blick. Ožegović spielte bis vor zwei Jahren für den Belgrader Klub, bevor er zum Lokalrivalen Partizan ging. Teo kann mir also aus erster Hand einiges zu unserer neuen Nummer 22 berichten, die einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat.

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Insider im Gespräch über … Seung-ho Paik (# 14)

Nach Bum-Kun Cha 1978 und Dong-Won Ji 2018 zieht es nun mit Seung-ho Paik einen weiteren Südkoreaner ans Böllenfalltor. Während Cha bei den Lilien seine in Korea bereits erfolgreiche Karriere in die Bundesliga überführte, kommt Paik noch ohne große Meriten über Spanien nach Darmstadt. Als 13-Jähriger wechselte er 2010 nach Barcelona und wurde dort in der Kaderschmiede der Katalanen ausgebildet. 2017 wechselte er nach einer für ihn erfolgreichen U20-WM zum FC Girona. Dort spielte er überwiegend für deren Reserveteam CF Peralda in der 3. Liga. In der vergangenen Rückrunde stand er immerhin in zehn Ligapartien im Kader des späteren Erstligaabsteigers, in drei Partien wurde er eingewechselt. Daneben sammelte er in drei Pokalpartien Spielpraxis, unter anderem im Viertelfinalhin- und rückspiel gegen Real Madrid. Gestern hat er sein zweites Länderspiel für Südkoreas A-Team bestritten. Ab sofort geht es für den 22-jährigen Mittelfeldspieler (Vertrag bis 2022) darum, seinen prominenten Landsleute Cha und Ji nachzueifern. Ich befragte den koreanischen Journalisten Steve Han (u.a. bei goal.com) zu Paik. Weiterlesen

Passiv komplett zufrieden (#SVDSGD)

Nach dem 0:4 am Montag in Osnabrück sollte gegen Dresden hinten die Null stehen. So lautete bei den Lilien ganz offensichtlich das Gebot der Stunde. Dass am Ende allerdings nicht nur hinten, sondern auch vorne die Null stand, war vielleicht nicht zwingend eingepreist, es war für die Spieler und Coach Dimitrios Grammozis aber nach der Partie absolut kein Makel. Für sie war das torlose Remis gegen Dynamo ein Schritt in die richtige Richtung. Für viele Lilienfans allerdings weniger.

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