Karim Guédé – Slovenský futbalový reprezentant

Karim Guédé fiel mir zum ersten Mal am 24. März auf. An jenem Samstag erzielte er nach 8 Minuten das 1:0 für den SC Freiburg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das nahm ich zunächst nur zur Kenntnis. Was mich allerdings stutzig machte, war sein anschließendes Interview in der Sportschau. In fließendem Deutsch gratulierte er seiner Mutter zum Geburtstag. Moment! Stopp! War er nicht in der Winterpause von einem slowakischen Verein nach Freiburg gewechselt? Im globalisierten Fußball kein unüblicher Zwischenschritt für Afrikaner auf dem Weg in eine der größeren Ligen, so dachte ich. Nur wieso spricht er dann so gut Deutsch? Und wieso grüßt er dann noch in dieser Sprache seine Mutter? Diese Fragen waren der Auftakt zur Entdeckung einer wahrlich außergewöhnlichen Fußballer-Biographie.

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Wo oben unten ist: Fußball in Schleswig-Holstein

Sticker: Tote Hose - Landkreis Nixlos (Quelle: http://www.ue-ei-portal-sammlerkatalog.de/details.php?image_id=34941)„Tote Hose – Landkreis Nixlos“. Ein Sticker aus den 1980er Jahren beschreibt vortrefflich den Zustand des Fußballs in ganz Schleswig-Holstein. Seit Einführung der Bundesliga 1963 hat es keinen Verein aus dem nördlichsten Bundesland dorthin verschlagen. Die Anzahl der Zweitligaspielzeiten von Klubs aus Schleswig-Holstein lassen sich an zwei Händen abzählen und auch Bundesligaprofis stammen äußerst selten von dort.

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Savio, when did it all go wrong?

26. Juli 2008: Die U19 des DFB gewinnt das Finale der Europameisterschaft in Tschechien. Aus dem deutschen Team sticht ein Spieler heraus, der sein Geld bereits im Ausland verdient: Savio Nsereko vom italienischen Serie-B-Verein Brescia Calcio. Während die meisten seiner damaligen Teamkameraden mittlerweile in der 1. Bundesliga spielen, scheint Savios Karriere gerade am absoluten Tiefpunkt zu sein. Im September verschwand er zum zweiten Mal binnen eines Jahres für mehrere Wochen spurlos.

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Nationalspieler gesucht … im Ausland

Heute Abend geht es weiter mit der Qualifikation für die Euro 2012. Dabei treten mehrere Teams mit Spielern an, die als Migranten in anderen Staaten aufgewachsen sind und dort ihre fußballerische Ausbildung erfahren haben. Wie Ömer Toprak, 2008 noch U19-Europameister mit dem DFB. Er spielt fortan für die Türkei, das Heimatland seiner Eltern. Der türkische Verband durchforstet mit seinem Europabüro seit längerem penibel, welche türkisch-stämmigen Spieler in anderen Ländern fußballerisch herausstechen, damit er diese für sein Nationalteam gewinnen kann. Grund genug einmal dem Phänomen des Verbandswechsels nachzuspüren.

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