Interview: „Shaqiri hat seine Bildli lieber selber behalten.“

Wahre Hingucker: Sticker aus den letzten beiden tschutti heftli (Quelle: tschutti heftli)Vor zehn Jahren startete eine Handvoll Fußballenthusiasten in der Schweiz eine grandiose Aktion. Zur Heim-EM brachten sie ein Sammelalbum heraus, in dem die Spieler der Teilnehmernationen von Künstlern gezeichnet, illustriert und gemalt worden waren. Zehn Jahre später erscheint das tschutti heftli (vom schweizerdeutschen tschutten = kicken) im Vorfeld der WM in Russland zum sechsten Mal. Grafiker, Illustrator und FC Luzern-Fan Silvan (41) zählte 2008 noch selbst zu den Gestaltern der Sticker, inzwischen ist er Projektleiter des Albums, das auch in Deutschland erhältlich ist. Ein Gespräch über die Initialzündung des tschutti heftli, denkwürdige Teamdarstellungen, das kommende Sammelheft und den Status eines WM-Neulings unter den Künstlern. Weiterlesen

WM-Spieltag 21: Der argentinische Mythos

Argentinien und Belgien trafen vor dem heutigen Viertelfinale bereits 1982 und 1986 bei einer Weltmeisterschaft aufeinander. 1982 schlug der Vizeeuropameister den amtierenden Weltmeister aus Argentinien in der Gruppenphase mit 1:0. Der junge Diego Armando Maradona war damals schon mit von der Partie. Im Camp Nou deutete der 21-jährige an, dass er einmal zu Höherem berufen sein würde. In jener Partie entstand auch das berühmte Foto, das Maradonas Mythos befeuern sollte und das fast jeder von uns vor seinem geistigen Auge hat. Weiterlesen

England vs. Italien: Der unscheinbare Rekordmann

Dieser Tage huschte die Meldung durch die Medien, England habe seit dem Spiel gegen die Ukraine einen neuen Rekordspieler. Demnach habe niemand mehr Partien bei Welt- und Europameisterschaften für die „Three Lions“ absolviert als eben jener Kicker. Der Name war für mich dann eine echte Überraschung. Nicht David Beckham, nicht Peter Shilton, nein, Ashley Cole laute nunmehr der Dauerbrenner der Engländer! 

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Karim Guédé – Slovenský futbalový reprezentant

Karim Guédé fiel mir zum ersten Mal am 24. März auf. An jenem Samstag erzielte er nach 8 Minuten das 1:0 für den SC Freiburg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das nahm ich zunächst nur zur Kenntnis. Was mich allerdings stutzig machte, war sein anschließendes Interview in der Sportschau. In fließendem Deutsch gratulierte er seiner Mutter zum Geburtstag. Moment! Stopp! War er nicht in der Winterpause von einem slowakischen Verein nach Freiburg gewechselt? Im globalisierten Fußball kein unüblicher Zwischenschritt für Afrikaner auf dem Weg in eine der größeren Ligen, so dachte ich. Nur wieso spricht er dann so gut Deutsch? Und wieso grüßt er dann noch in dieser Sprache seine Mutter? Diese Fragen waren der Auftakt zur Entdeckung einer wahrlich außergewöhnlichen Fußballer-Biographie.

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