Die Champions League- und Europa League-Gruppenphasen der Saison 2012/13 sind Geschichte. Die sieben Bundesligavertreter haben sich keinerlei Blöße gegeben und überwintern allesamt international. Da werden Erinnerungen an die ausgehenden 1970er Jahre wach, als die Bundesliga zwei Mal mit mehreren Klubs bis in die Vorschlussrunde des UEFA-Pokals vordrang. Die deutschen Vereine schwimmen also geschlossen auf einer Erfolgswelle. Wie schlugen sich die restlichen Teilnehmerländer in der Gruppenphase der beiden europäischen Klubwettbewerbe?
Klubs
Englands Team der Stunde – West Bromwich Albion
Wer sich derzeit mit der Tabelle der englischen Premier League auseinandersetzt, wird schon bei Platz 3 stutzig. Dort rangiert nach einem Drittel der Saison völlig überraschend West Bromwich Albion. Das Team war zuletzt bestenfalls als Fahrstuhlmannschaft in Erscheinung getreten, schickt sich aber in dieser Spielzeit an, Platz 10 der vergangenen Saison zu toppen und damit einen persönlichen Bestwert in der Premier League einzufahren. Wie kommt’s?
And they never come back – Vereine nach dem Zwangsabstieg
Mit Alemannia Aachen meldete in der vergangenen Woche ein Drittligist Insolvenz an. Damit wird aller Voraussicht nach ein weiterer Klub die lange Liste renommierter Vereine fortsetzen, die aufgrund erdrückender Schulden die Klasse nicht halten können. Mit dem VfL Osnabrück und dem MSV Duisburg stecken offensichtlich noch zwei weitere „Traditionsvereine“ in der finanziellen Klemme. Anlass genug zu prüfen, was es mit Lizenzentzügen und Insolvenzen denn so auf sich hat und wo einstmals gefallene Klubs heute eigentlich stehen.
Kickschuh-Gastspieler Kay: Gladbach im Rausch des erhofften Erfolgs
Zum einjährigen Bestehen des Kickschuh-Blogs kommt es heute zu einer Premiere. Erstmals betritt ein Gastspieler das Feld. Mein Kumpel Kay hat sich so seine Gedanken über die letzten beiden Saisoneröffnungen der Borussia aus Mönchengladbach gemacht und staunt:
Champions League, die 21ste
Ab heute Abend gibt sich die europäische Fußballelite wieder die Ehre. Seit ihrem Start 1992 hat sich die Champions League in einen ebenso lukrativen wie stilprägenden Wettbewerb verwandelt. Vornehmlich spanische, italienische und englische Klubs haben der Königsklasse Europas in den ersten 20 Jahren ihren Stempel aufgedrückt. Zuletzt der FC Barcelona, der seit 2006 drei Mal gewann und weitere drei Mal bis ins Halbfinale vorstieß. Kurz bevor nun die 21. Saison in die heiße (Gruppen)Phase startet, hier ein kleiner Rundflug durch die Historie und den bevorstehenden Wettbewerb.
Das Transferfenster ist zu – Die Bilanz
Die Bundesligaklubs haben auf der Zielgeraden noch einmal Gas gegeben. Eine Runde im Pokal und ein Spieltag in der Bundesliga haben zahlreiche Vereine dazu verleitet ihre Kader nochmals nachzujustieren. Aus der breiten Masse der Wechseltätigkeiten stechen die Last-Minute-Transfers von Javier Martinez zu Bayern München, von Rafael van der Vaart zum Hamburger SV und von Ibrahim Affelay zu Schalke 04 heraus. Doch wer war in dieser Transferperiode besonders spendabel, wer agierte eher mit Augenmaß und wer erlöste sogar einen Gewinn?
Gefragte Altstars
Vor zehn Jahren gab es für altgediente Profis ein Hauptziel, um die Karriere üppig entlohnt ausklingen zu lassen: Die Ligen in den Golfstaaten. Seit in den USA, China und Brasilien ebenfalls gute Gehälter gezahlt werden, ziehen die Scheichs beim Schachern um namhafte Routiniers immer häufiger den Kürzeren. Dieses Jahr zeigt dies überdeutlich.
Auftakt in der Dritten
Kaum ist die Europameisterschaft vorbei, schon beginnt in der 3. Liga wieder der Ball zu rollen. Den Aufgalopp bestreiten am Freitagabend zwei namhafte Klubs, die Armina aus Bielefeld empfängt die Alemannia aus Aachen. Ebenso wie der Karlsruher SC und Hansa Rostock zählten beide vor noch nicht allzu langer Zeit zu den ambitionierteren Zweitligisten. Fortan beleben sie die niedrigste deutsche Profiliga. Ein Rundumschlag zum Auftakt in der Dritten:
French Open: Der offene Titelkampf der Ligue 1
Olympique Lyon, Girondins Bordeaux, Olympique Marseille, OSC Lille und nun also der Montpellier Hérault Sport Club. Fünf verschiedene Klubs errangen in den fünf vergangenen Spielzeiten die französische Meisterschaft. Eine Bilanz, die europaweit ihresgleichen suchen dürfte. Erst recht in einer so starken Liga wie der französischen. Seit 1996 errangen darüber hinaus vier Klubs das erste Mal den französischen Meistertitel. Auch dies ein Beleg für einen erfreulich offenen Wettbewerb in der Ligue 1. Das Herz aller Fußballromantiker dürfte angesichts dieser Ausgeglichenheit höher schlagen. Erst recht, wenn sie sich näher mit dem frischgebackenen Champion aus Montpellier befassen.
Kicker-Rangliste vs. Abschlusstabelle
Die Bundesliga-Saison 2011/12 ist Geschichte. Erneut ziert der Schriftzug „BV Borussia Dortmund“ den Rand der Meisterschale, während der 1. FC Köln und der 1.FC Kaiserslautern nach 34 Spieltagen die Eliteklasse verlassen müssen. Die Tabelle lügt ja angeblich nie, doch wie gut oder schlecht spielten die Teams in der abgelaufenen Saison tatsächlich? Wer einen Blick in die kicker-Rangliste wirft, die sich aus der Benotung der Spieler aller Teams zusammensetzt, erhält eine Ahnung davon, welcher Klub besonders überzeugend auftrat und welcher oftmals nur enttäuschte. Stimmt demzufolge die sportliche Leistung der Teams mit dem erreichten Tabellenplatz überein?