Spieler aus 65 Nationen tummeln sich derzeit in der Bundesliga. Unter ihnen lassen bisher vor allem die japanischen Kicker durch ihre Leistungen aufhorchen. Insgesamt neun Japaner schnüren momentan ihre Kickschuhe in Deutschlands Eliteklasse. So viele wie nie zuvor. Doppelt so viele Spieler „entsenden“ die Topnationen Brasilien und Österreich.
Champions League, die 21ste
Ab heute Abend gibt sich die europäische Fußballelite wieder die Ehre. Seit ihrem Start 1992 hat sich die Champions League in einen ebenso lukrativen wie stilprägenden Wettbewerb verwandelt. Vornehmlich spanische, italienische und englische Klubs haben der Königsklasse Europas in den ersten 20 Jahren ihren Stempel aufgedrückt. Zuletzt der FC Barcelona, der seit 2006 drei Mal gewann und weitere drei Mal bis ins Halbfinale vorstieß. Kurz bevor nun die 21. Saison in die heiße (Gruppen)Phase startet, hier ein kleiner Rundflug durch die Historie und den bevorstehenden Wettbewerb.
Das Transferfenster ist zu – Die Bilanz
Die Bundesligaklubs haben auf der Zielgeraden noch einmal Gas gegeben. Eine Runde im Pokal und ein Spieltag in der Bundesliga haben zahlreiche Vereine dazu verleitet ihre Kader nochmals nachzujustieren. Aus der breiten Masse der Wechseltätigkeiten stechen die Last-Minute-Transfers von Javier Martinez zu Bayern München, von Rafael van der Vaart zum Hamburger SV und von Ibrahim Affelay zu Schalke 04 heraus. Doch wer war in dieser Transferperiode besonders spendabel, wer agierte eher mit Augenmaß und wer erlöste sogar einen Gewinn?
Einwurf: Und wieder droht die leidige M-Frage
Bekanntermaßen startet die Bundesliga heute in ihre 50. Saison. Eigentlich Grund genug ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen und die Jubiläums-Spielzeit langsam an Fahrt gewinnen zu lassen. Wer trägt neuerdings abenteuerliche Muster auf seinen Trikos? Welche neuen Spieler haben sich fürs Erste etabliert? Wer weiß spielerisch zu überzeugen? Wie heißt die Viererkette der Fürther? Doch vermutlich werden an diesem Wochenende bereits erste Spieler, Trainer und Funktionäre die M-Frage über sich ergehen lassen müssen: „Werden Sie jetzt (noch) Meister?“ Gähn, Schnarch, Fremdschäm.
Gefragte Altstars
Vor zehn Jahren gab es für altgediente Profis ein Hauptziel, um die Karriere üppig entlohnt ausklingen zu lassen: Die Ligen in den Golfstaaten. Seit in den USA, China und Brasilien ebenfalls gute Gehälter gezahlt werden, ziehen die Scheichs beim Schachern um namhafte Routiniers immer häufiger den Kürzeren. Dieses Jahr zeigt dies überdeutlich.
London 2012: Fußball unter den fünf Ringen
Das Olympische Fußballturnier genießt hierzulande nicht gerade die größte Aufmerksamkeit. Vermutlich, weil sich das deutsche Team schon seit Jahrzehnten nicht mehr für die Spiele qualifizieren konnte. Zudem fehlen dort einfach die großen Stars, die bei einer WM oder EM zweifelsohne mitmischen. Dabei lohnt sich mehr als nur ein Seitenblick auf diesen ältesten internationalen Fußballwettbewerb. Schließlich betreten hier viele junge Talente erstmals die internationale Bühne.
Auftakt in der Dritten
Kaum ist die Europameisterschaft vorbei, schon beginnt in der 3. Liga wieder der Ball zu rollen. Den Aufgalopp bestreiten am Freitagabend zwei namhafte Klubs, die Armina aus Bielefeld empfängt die Alemannia aus Aachen. Ebenso wie der Karlsruher SC und Hansa Rostock zählten beide vor noch nicht allzu langer Zeit zu den ambitionierteren Zweitligisten. Fortan beleben sie die niedrigste deutsche Profiliga. Ein Rundumschlag zum Auftakt in der Dritten:
EURO 2012: Save the best for last
Noch Fragen? Spanien hat eindrucksvoll demonstriert, wer den Umgang mit dem Ball am besten beherrscht. Die bis dahin so gefällige italienische Mannschaft wurde beim 4:0 im Endspiel der EURO phasenweise vorgeführt. Das Turnier hat einen würdigen und hoch verdienten Sieger. Aber auch die Squadra Azzurra hatte ihren Anteil daran, dass das gestrige Finale eines der besten Endspiele seit langer, langer Zeit war. Zeit für ein abschließendes Zahlenspiel rund um die EURO:
Spanien vs. Italien: Silvalotelli
Mit Spanien und Italien bestreiten heute zwei Schwergewichte des Weltfußballs das Endspiel der Europameisterschaft. Beide Auswahlen vertrauen überwiegend auf Spieler aus den heimischen Ligen. Juventus Turin auf italienischer und der FC Barcelona auf spanischer Seite stellen mit jeweils sieben Spielern den Löwenanteil ihrer Teams. Ein Spanier und ein Italiener kennen sich hingegen sehr gut, denn beide verdienen ihr Geld beim aktuellen englischen Meister Manchester City: Mario Balotelli und David Silva.
Deutschland vs. Italien: Die „italienische“ EURO
Eine Entscheidung im walisischen Cardiff versetzte am 18. April 2007 den italienischen Fußball in eine Art Schockstarre. Schuld daran waren die Delegierten des UEFA-Kongresses, die über die Vergabe der Europameisterschaft im Jahr 2012 zu entscheiden hatten. Italien galt als favorisiert, doch UEFA-Präsident Michel Platini zog die Karte mit den Namen „Poland & Ukraine“ aus dem Briefumschlag. Die Italiener verloren also die sicher geglaubte Europameisterschaft an zwei osteuropäischen Außenseiter. Seit nunmehr drei Wochen findet die EURO dort statt und nähert sich mit dem zweiten Halbfinale ihrem Ende. In diesem trifft heute Abend Deutschland ausgerechnet auf Italien.