Insider im Gespräch über … Aaron Seydel (#22)

Ein gebürtiger Südhesse, der in Mainz das Kicken gelernt und der sich im hohen Norden seine ersten Sporen verdient hat. Das ist Aaron Seydel. Seit letzter Woche ist er fix zum SVD gewechselt. Bislang hat er sein Talent angedeutet, der richtige Durchbruch ist ihm aber weder in Mainz, noch in Kiel, noch zuletzt in Regensburg geglückt. Der inzwischen 24-Jährige hatte in seiner zweiten Saison in Kiel stark mit Verletzungen zu kämpfen, die sich bis in die vergangene Spielzeit erstreckten. Der Angreifer dürfte dementsprechend darauf setzen, endlich wieder fit durchstarten zu können. Seinen Coach Markus Anfang kennt er aus gemeinsamen Kieler Zeiten. Unter ihm erlebte der ehemalige Juniorennationalspieler zugleich seine bislang erfolgreichste Zeit im Profifußball. Um mehr über ihn zu erfahren, befragte ich zwei Interviewpartner. Zum einen – mal wieder – mit Pike vom Holstein-Podcast 1912fm. Zum anderen Tobias aus Regensburg, der das Buch „111 Gründe, den SSV Jahn Regensburg zu lieben“ geschrieben hat. Er betreibt auch einen Jahn-Blog, der derzeit allerdings pausiert.

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Insider im Gespräch über … Lars Lukas Mai (#17)

Es kommt nun wirklich nicht alle Tage vor, dass die Lilien einen Spieler vom großen FC Bayern verpflichten. In dieser Woche war es dann soweit, wenngleich der Neuzugang primär in der Zweitvertretung des Rekordmeisters mitwirkte. Innenverteidiger Lars Lukas Mai kommt jedenfalls für eine Saison auf Leihbasis zum SVD. Der 20-Jährige war in der abgelaufenen Spielzeit Stammkraft im Drittligateam der Bayern und ist Juniorennationalspieler. Zunächst wurde über eine Kaufoption der 98er spekuliert. Da die Bayern den Vertrag mit ihm aber vor der Leihe verlängerten, halten sie wohl größere Stücke auf ihn. Ich spreche mit Justin vom Bayern-Blog miasanrot über Mai. Er hat sich dankenswerterweise zuvor in seinem Umfeld noch weitere Meinungen über unseren Neuzugang eingeholt.

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Schwer einverstanden

Sie war verrückt, die zurückliegende Zweitligasaison. Zuallererst weil die Corona-Pandemie den Fußball von März bis Mitte Mai in eine Zwangspause schickte und anschließend zu Geisterspielen verdammte. Und dann ließ der SV Darmstadt 98 einer unbefriedigenden ersten, eine herausragende zweite Halbserie folgen. Am Ende steht Tabellenplatz 5, der mit einer spielerischen Weiterentwicklung einherging. So bleibt festzuhalten: Die 98er sind in sportlicher Hinsicht einen kräftigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Damit darf man schwer einverstanden sein. Weiterlesen

Insider im Gespräch über … Markus Anfang

Der Bundesligafußball ruht nun schon seit mehr als anderthalb Monaten. Hätten gestern die DFL und die Klubs nicht ihr „Ausstiegsszenario“ aus dem Corona-Stillstand vermeldet, dann gäbe es rein gar nichts zu vermelden. Nun gut, fast nichts. Die Lilien haben immerhin auf der Trainerbank Nägel mit Köpfen gemacht. Nachdem Dimitrios Grammozis die Verlängerung seines Kontrakts um ein Jahr ausschlug, bot der SVD Markus Anfang einfach mal zwei. Das hat schon ein Gschmäckle. Wie dem auch sei, Anfang hatte bei Holstein Kiel für Furore gesorgt und Köln an die Schwelle zur Bundesliga geführt, die der FC dann ohne hin überschritt. Da liegt es nahe, sich bei Insidern in Köln und Kiel über Anfang zu informieren. Also flugs Thomas von effzeh.com und Pike vom Holstein-Podcast 1912FM befragt. Nehmt euch ein Getränk, es wird ausführlich:

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Einwurf: Ein Jahr ist (nicht) genug

Nanu. Die Lilien und ihr Cheftrainer gehen getrennte Wege und der Impuls dazu geht vom Coach aus. Das kannte man zuletzt anders. Vielleicht war aber auch der Impuls, den der SVD an Dimitrios Grammozis ausgesendet hat, gar zu schwach, um die Beziehung auf ein belastbares Fundament zu stellen? Etwas mehr als ein Jahr wird er letztlich am Bölle gewesen sein, die Verlängerung um ein weiteres schlug Grammozis aus.

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Insider im Gespräch über … Matthias Bader (#26)

Der unerwartete Abgang von Mandela Egbo zu New York Red Bulls hat bei den Lilien eine Lücke auf der Rechtsverteidigerposition hinterlassen. Matthias Bader soll sie schließen. Kam Egbo zu Saisonbeginn noch regelmäßig zum Zug, so entfernte er sich mit sinkenden Temperaturen immer weiter von der Startelf. Baders Aufgabe wird es sein, Patrick Herrmann herauszufordern, dessen Spiel ganz sicher nicht frei von Fehlern ist. Der 22-Jährige Neuzugang stand die letzten anderthalb Jahre beim 1. FC Köln unter Vertrag, konnte sich dort aber kaum beweisen. 11 Minuten Bundesliga und 347 Minuten 2. Bundesliga lesen sich überschaubar. Zuvor hatte der mehrfache Juniorennationalspieler beim Karlsruher SC auf sich aufmerksam gemacht. Aus dem eigenen Nachwuchs kommend, erkämpfte er sich rasch einen Stammplatz in der 2. und 3. Liga.

Was ist von dem Neuzugang zu halten? Ich sprach mit Arne, der schon länger für Effzeh.com schreibt und dort den Posten des Chefs vom Dienst einnimmt. Von Zeit zu Zeit haut er für 11Freunde in die Tasten und ist zudem beim Rasenfunk gern gesehener Gast. Und um das Bild rund zu machen, tauschte ich mich im Anschluss noch mit Jörn aus, der Matthias Bader aus seiner Zeit beim KSC bewerten kann.

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Wo klemmt’s? Die Lilien-Zwischenbilanz 2019/20

Aus die Maus. Das Fußballjahr 2019 ist Geschichte. Die erste Partie der Rückrunde war zugleich das letzte Spiel des SV Darmstadt 98 in diesem Jahrzehnt. Der SVD hat sich in 18 Saisonspielen bislang 21 Punkte aufs Konto geschaufelt. Das bedeutet vor den Sonntagsspielen Rang 12 in der 2. Bundesliga. Und selbst wenn sich ein 2:2 gegen den HSV bedeutend besser anfühlt als das 2:6 vor Jahresfrist in Paderborn, das erhoffte Festsetzen in der oberen Tabellenhälfte, es blieb in der Hinrunde aus. Ja, die Lilien bieten spielerisch deutlich mehr an als noch vor einem Jahr. Ja, sie treten kompakt und diszipliniert auf. Und ja, sie beweisen immer wieder Moral und wirken intakt. Und dennoch muss man genauer hinschauen, warum die Jungs nach 18 Spieltagen erneut in der wohlvertrauten, aber nicht wirklich gemütlichen Tabellenregion stehen.

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Insider im Gespräch über … Ognjen Ožegović (#22)

Viele Fans hatten sich einen weiteren Angreifer im Kader der Lilien gewünscht und der Auserwählte heißt Ognjen Ožegović. Der 25-Jährige Serbe kommt vom FK Partizan Belgrad nach Darmstadt. Sportdirektor Carsten Wehlmann ist überzeugt, dass er den Lilien weiterhelfen werde. In jedem Fall erhöhe er die Optionen in der Offensive, die sich in vorderster Front zuletzt mit Serdar Dursun von selbst aufstellte. Teo aus Belgrad hat seine ersten Lebensjahre in Darmstadt verbracht und ist Fan von Cukaricki Belgrad, behält aber auch die Lilien im Blick. Ožegović spielte bis vor zwei Jahren für den Belgrader Klub, bevor er zum Lokalrivalen Partizan ging. Teo kann mir also aus erster Hand einiges zu unserer neuen Nummer 22 berichten, die einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat.

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Insider im Gespräch über … Seung-ho Paik (# 14)

Nach Bum-Kun Cha 1978 und Dong-Won Ji 2018 zieht es nun mit Seung-ho Paik einen weiteren Südkoreaner ans Böllenfalltor. Während Cha bei den Lilien seine in Korea bereits erfolgreiche Karriere in die Bundesliga überführte, kommt Paik noch ohne große Meriten über Spanien nach Darmstadt. Als 13-Jähriger wechselte er 2010 nach Barcelona und wurde dort in der Kaderschmiede der Katalanen ausgebildet. 2017 wechselte er nach einer für ihn erfolgreichen U20-WM zum FC Girona. Dort spielte er überwiegend für deren Reserveteam CF Peralda in der 3. Liga. In der vergangenen Rückrunde stand er immerhin in zehn Ligapartien im Kader des späteren Erstligaabsteigers, in drei Partien wurde er eingewechselt. Daneben sammelte er in drei Pokalpartien Spielpraxis, unter anderem im Viertelfinalhin- und rückspiel gegen Real Madrid. Gestern hat er sein zweites Länderspiel für Südkoreas A-Team bestritten. Ab sofort geht es für den 22-jährigen Mittelfeldspieler (Vertrag bis 2022) darum, seinen prominenten Landsleute Cha und Ji nachzueifern. Ich befragte den koreanischen Journalisten Steve Han (u.a. bei goal.com) zu Paik. Weiterlesen

Passiv komplett zufrieden (#SVDSGD)

Nach dem 0:4 am Montag in Osnabrück sollte gegen Dresden hinten die Null stehen. So lautete bei den Lilien ganz offensichtlich das Gebot der Stunde. Dass am Ende allerdings nicht nur hinten, sondern auch vorne die Null stand, war vielleicht nicht zwingend eingepreist, es war für die Spieler und Coach Dimitrios Grammozis aber nach der Partie absolut kein Makel. Für sie war das torlose Remis gegen Dynamo ein Schritt in die richtige Richtung. Für viele Lilienfans allerdings weniger.

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