Einwurf: Ein Jahr ist (nicht) genug

Nanu. Die Lilien und ihr Cheftrainer gehen getrennte Wege und der Impuls dazu geht vom Coach aus. Das kannte man zuletzt anders. Vielleicht war aber auch der Impuls, den der SVD an Dimitrios Grammozis ausgesendet hat, gar zu schwach, um die Beziehung auf ein belastbares Fundament zu stellen? Etwas mehr als ein Jahr wird er letztlich am Bölle gewesen sein, die Verlängerung um ein weiteres schlug Grammozis aus.

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Insider im Gespräch über … Matthias Bader (#26)

Der unerwartete Abgang von Mandela Egbo zu New York Red Bulls hat bei den Lilien eine Lücke auf der Rechtsverteidigerposition hinterlassen. Matthias Bader soll sie schließen. Kam Egbo zu Saisonbeginn noch regelmäßig zum Zug, so entfernte er sich mit sinkenden Temperaturen immer weiter von der Startelf. Baders Aufgabe wird es sein, Patrick Herrmann herauszufordern, dessen Spiel ganz sicher nicht frei von Fehlern ist. Der 22-Jährige Neuzugang stand die letzten anderthalb Jahre beim 1. FC Köln unter Vertrag, konnte sich dort aber kaum beweisen. 11 Minuten Bundesliga und 347 Minuten 2. Bundesliga lesen sich überschaubar. Zuvor hatte der mehrfache Juniorennationalspieler beim Karlsruher SC auf sich aufmerksam gemacht. Aus dem eigenen Nachwuchs kommend, erkämpfte er sich rasch einen Stammplatz in der 2. und 3. Liga.

Was ist von dem Neuzugang zu halten? Ich sprach mit Arne, der schon länger für Effzeh.com schreibt und dort den Posten des Chefs vom Dienst einnimmt. Von Zeit zu Zeit haut er für 11Freunde in die Tasten und ist zudem beim Rasenfunk gern gesehener Gast. Und um das Bild rund zu machen, tauschte ich mich im Anschluss noch mit Jörn aus, der Matthias Bader aus seiner Zeit beim KSC bewerten kann.

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Wo klemmt’s? Die Lilien-Zwischenbilanz 2019/20

Aus die Maus. Das Fußballjahr 2019 ist Geschichte. Die erste Partie der Rückrunde war zugleich das letzte Spiel des SV Darmstadt 98 in diesem Jahrzehnt. Der SVD hat sich in 18 Saisonspielen bislang 21 Punkte aufs Konto geschaufelt. Das bedeutet vor den Sonntagsspielen Rang 12 in der 2. Bundesliga. Und selbst wenn sich ein 2:2 gegen den HSV bedeutend besser anfühlt als das 2:6 vor Jahresfrist in Paderborn, das erhoffte Festsetzen in der oberen Tabellenhälfte, es blieb in der Hinrunde aus. Ja, die Lilien bieten spielerisch deutlich mehr an als noch vor einem Jahr. Ja, sie treten kompakt und diszipliniert auf. Und ja, sie beweisen immer wieder Moral und wirken intakt. Und dennoch muss man genauer hinschauen, warum die Jungs nach 18 Spieltagen erneut in der wohlvertrauten, aber nicht wirklich gemütlichen Tabellenregion stehen.

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Insider im Gespräch über … Ognjen Ožegović (#22)

Viele Fans hatten sich einen weiteren Angreifer im Kader der Lilien gewünscht und der Auserwählte heißt Ognjen Ožegović. Der 25-Jährige Serbe kommt vom FK Partizan Belgrad nach Darmstadt. Sportdirektor Carsten Wehlmann ist überzeugt, dass er den Lilien weiterhelfen werde. In jedem Fall erhöhe er die Optionen in der Offensive, die sich in vorderster Front zuletzt mit Serdar Dursun von selbst aufstellte. Teo aus Belgrad hat seine ersten Lebensjahre in Darmstadt verbracht und ist Fan von Cukaricki Belgrad, behält aber auch die Lilien im Blick. Ožegović spielte bis vor zwei Jahren für den Belgrader Klub, bevor er zum Lokalrivalen Partizan ging. Teo kann mir also aus erster Hand einiges zu unserer neuen Nummer 22 berichten, die einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat.

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Insider im Gespräch über … Seung-ho Paik (# 14)

Nach Bum-Kun Cha 1978 und Dong-Won Ji 2018 zieht es nun mit Seung-ho Paik einen weiteren Südkoreaner ans Böllenfalltor. Während Cha bei den Lilien seine in Korea bereits erfolgreiche Karriere in die Bundesliga überführte, kommt Paik noch ohne große Meriten über Spanien nach Darmstadt. Als 13-Jähriger wechselte er 2010 nach Barcelona und wurde dort in der Kaderschmiede der Katalanen ausgebildet. 2017 wechselte er nach einer für ihn erfolgreichen U20-WM zum FC Girona. Dort spielte er überwiegend für deren Reserveteam CF Peralda in der 3. Liga. In der vergangenen Rückrunde stand er immerhin in zehn Ligapartien im Kader des späteren Erstligaabsteigers, in drei Partien wurde er eingewechselt. Daneben sammelte er in drei Pokalpartien Spielpraxis, unter anderem im Viertelfinalhin- und rückspiel gegen Real Madrid. Gestern hat er sein zweites Länderspiel für Südkoreas A-Team bestritten. Ab sofort geht es für den 22-jährigen Mittelfeldspieler (Vertrag bis 2022) darum, seinen prominenten Landsleute Cha und Ji nachzueifern. Ich befragte den koreanischen Journalisten Steve Han (u.a. bei goal.com) zu Paik. Weiterlesen

Passiv komplett zufrieden (#SVDSGD)

Nach dem 0:4 am Montag in Osnabrück sollte gegen Dresden hinten die Null stehen. So lautete bei den Lilien ganz offensichtlich das Gebot der Stunde. Dass am Ende allerdings nicht nur hinten, sondern auch vorne die Null stand, war vielleicht nicht zwingend eingepreist, es war für die Spieler und Coach Dimitrios Grammozis aber nach der Partie absolut kein Makel. Für sie war das torlose Remis gegen Dynamo ein Schritt in die richtige Richtung. Für viele Lilienfans allerdings weniger.

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Insider im Gespräch über … Mathias Honsak (#18)

Unter den inzwischen neun Sommer-Neuzugängen der Lilien lassen sich einige Muster erkennen: Mit Mathias Honsak kommt der nächste Offensivspieler (der 4.), der nächste U23-Spieler (der 5.), der nächste mit Zweitligaerfahrung (der 6.) und der nächste mit einem Dreijahresvertrag (der 8.). Der Österreicher stand zuletzt bei RB Salzburg unter Vertrag. Für den österreichischen Spitzenklub lief er allerdings nie auf. Zweimal wurde er verliehen. Zuletzt an Holstein Kiel, für die der vielseitige Angreifer in 25 Partien auf neun Torbeteiligungen kam. Unlängst zählte der Wiener zum U21-Aufgebot seines Heimatlandes, mit dem er bei der Europameisterschaft auf die deutsche Elf traf. Wie er sich bei Kiel präsentierte, darüber spreche ich mit Pike vom KSV-Podcast 1912.fm. Weiterlesen

Insider im Gespräch über … Dario Dumic (#35)

Dario Dumic heißt der Senior unter den neun bisherigen Lilien-Neuzugängen. Und das mit gerade einmal 27 Jahren. Der Bosnier ist in Dänemark aufgewachsen, wo er bereits Erstligaerfahrung sammeln konnte, die er später in den Niederlanden ausbauen konnte. Im vergangenen Jahr verlieh ihn der FC Utrecht an Dynamo Dresden, wo er sich offenbar in den Fokus der Lilien spielte. In den kommenden zwölf Monaten agiert er jedenfalls leihweise am Böllenfalltor. Ludo, Dynamo-Fan und Statistik-Blogger, schätzt mir gegenüber den Innenverteidiger ein. Und er tut das gewohnt kritisch. Weiterlesen

Insider im Gespräch über … Patric Pfeiffer (#5)

Patric Pfeiffer heißt Sommerneuzugang Nummer 7 beim SVD. Der beim Hamburger Sportverein ausgebildete Innenverteidiger ist erst 19 Jahre, stellt mit 1,96 m und 91 kg aber schon eine ordentliche Kante dar. Carsten Wehlmann, Sportlicher Leiter bei den 98ern, beschreibt den mehrfachen Juniorennationalspieler als hochtalentiert, er solle sich bei den Lilien aber noch weiterentwickeln und verbessern. Jörg, HSV-Fan und intensiver Beobachter des U21-Teams, kann einschätzen, wie sich Pfeiffer in der vergangenen Saison in der Regionalliga-Mannschaft der Rothosen geschlagen hat. Zudem bloggt er über den HSV und den Fußball im Norden. Zuletzt hat er zudem ein Podcast-Projekt gestartet.

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