WM-Spieltag 20: Top auch ohne Superstars

Was war vor der Weltmeisterschaft nicht alles zu lesen über Nationalteams, die ohne ihre Superstars nur die Hälfte wert seien. Reihenweise wurden verletzungsbedingte Ausfälle in den Medien und Foren zu einer Tragödie hochgeschrieben. Das stimmt sicher für den betroffen Spieler. Das Abschneiden der Nationalelf musste es nicht zwangsläufig negativ beeinflussen. Das beweist die Mehrzahl der acht Viertelfinalisten. Weiterlesen

WM-Spieltag 18: Der bulgarische Rückhalt

Afrika blickt heute nach Brasilien. Erstmals haben zwei afrikanische Teams eine WM-Gruppenphase überstanden und sind ins Achtelfinale eingezogen. Zunächst trifft Nigeria auf Frankreich, dann Algerien auf Deutschland. Etwas, das beide Auswahlen eint, ist ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten. Während Nigerias Vincent Enyeama mittlerweile seinen Stammplatz bei Frankreichs Spitzenklub OSC Lille gefunden hat, sucht Algeriens Rais M’Bolhi auf Vereinsebene noch sein Glück. Weiterlesen

WM-Spieltag 5: Back to the roots

Heute starten zwei deutsche U21-Europameister von 2009 in die Weltmeisterschaft. Damit sind aber keine Spieler von Jogi Löw gemeint, denn seinem WM-Kader gehören insgesamt sechs Spieler aus der damals siegreichen Mannschaft an. Die Rede ist von Ashkan Dejagah, der mittlerweile für den Iran spielt, und Fabian Johnson, den Jürgen Klinsmann für die US-Auswahl gewinnen konnte. Die beiden gehören zu den insgesamt neun WM-Fahrern, die ehedem für Juniorennationalmannschaften des DFB an den Start gingen, mittlerweile aber für andere Nationalteams auflaufen. Weiterlesen

Spanien vs. Frankreich: Einer fehlt

Höchstwahrscheinlich hätte er heute in der Innenverteidigung gespielt. Höchstwahrscheinlich hätte er die meisten Gegenspieler beim Handshake innig begrüßt. Höchstwahrscheinlich hätte dies eines seiner letzten großen Spiele mit der Nationalelf sein können. Alleine … es sollte nicht sein. Im März 2011 entdeckten Ärzte einen Tumor in Eric Abidals Leber. Von der unmittelbar folgenden Operation erholte sich der Franzose erstaunlich schnell und holte nur zwei Monate später mit dem FC Barcelona die Champions League. In diesem März verschlechterte sich sein Gesundheitszustand erneut, so dass ihm Mitte April eine Spenderleber transplantiert wurde.

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Tschechien vs. Polen: Ein Mähre namens Gebre Selassie

Dass Tschechien bei dieser EURO eine Wundertüte sein würde, schwante mir schon im Mai beim Öffnen einer Panini-Sammeltüte. Da schmunzelte mich doch Theodor Gebre Selassie an, der mir vollkommen unbekannt war. Ich hatte bis dahin angenommen, dieser Name sei für Langstreckenläufer reserviert, doch nun erfuhr ich, dass es sogar einen dunkelhäutigen tschechischen Fußballer gab, der es ganz offensichtlich drauf haben musste.

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EURO 2012: Premier League und Bayern München Top-Entsender

In den kommenden drei Wochen findet in Polen und der Ukraine die Fußball-Europameisterschaft statt. Die Nationaltrainer der 16 Teilnehmerverbände haben insgesamt 368 Spieler für die EURO nominiert. Das größte Kontingent stellt die englische Premier League. Zusätzlich zu den dort beschäftigten englischen Nationalspielern stürmen und verteidigen 56 Kicker aus den anderen Teilnehmerländern für englische Teams. Mit zwölf Fußballern schickt Bayern München die meisten Spieler eines Vereins zum Turnier.

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French Open: Der offene Titelkampf der Ligue 1

Olympique Lyon, Girondins Bordeaux, Olympique Marseille, OSC Lille und nun also der Montpellier Hérault Sport ClubFünf verschiedene Klubs errangen in den fünf vergangenen Spielzeiten die französische Meisterschaft. Eine Bilanz, die europaweit ihresgleichen suchen dürfte. Erst recht in einer so starken Liga wie der französischen. Seit 1996 errangen darüber hinaus vier Klubs das erste Mal den französischen Meistertitel. Auch dies ein Beleg für einen erfreulich offenen Wettbewerb in der Ligue 1. Das Herz aller Fußballromantiker dürfte angesichts dieser Ausgeglichenheit höher schlagen. Erst recht, wenn sie sich näher mit dem frischgebackenen Champion aus Montpellier befassen.

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Europäische Ligen: Langeweile oder Spannung im Meisterkampf?

Vor wenigen Tagen behandelte dieser blog die erstmaligen Titelträger in 23 europäischen Eliteklassen. Demnach gelingt es nach wie vor Vereinen erstmals die Meisterschaft zu holen. Ein Beleg für einen funktionierenden Wettbewerb um die nationale Krone ist das nur bedingt. Deshalb soll nun in einem zweiten Schritt untersucht werden, wie „offen“ der Meisterkampf in den vergangenen 20 Jahren war. Während einige der 23 Ligen förmlich zementiert scheinen, sticht eine starke Liga besonders positiv ins Auge.

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Nationalspieler gesucht … im Ausland

Heute Abend geht es weiter mit der Qualifikation für die Euro 2012. Dabei treten mehrere Teams mit Spielern an, die als Migranten in anderen Staaten aufgewachsen sind und dort ihre fußballerische Ausbildung erfahren haben. Wie Ömer Toprak, 2008 noch U19-Europameister mit dem DFB. Er spielt fortan für die Türkei, das Heimatland seiner Eltern. Der türkische Verband durchforstet mit seinem Europabüro seit längerem penibel, welche türkisch-stämmigen Spieler in anderen Ländern fußballerisch herausstechen, damit er diese für sein Nationalteam gewinnen kann. Grund genug einmal dem Phänomen des Verbandswechsels nachzuspüren.

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