Die Bundesliga-Saison 2011/12 ist Geschichte. Erneut ziert der Schriftzug „BV Borussia Dortmund“ den Rand der Meisterschale, während der 1. FC Köln und der 1.FC Kaiserslautern nach 34 Spieltagen die Eliteklasse verlassen müssen. Die Tabelle lügt ja angeblich nie, doch wie gut oder schlecht spielten die Teams in der abgelaufenen Saison tatsächlich? Wer einen Blick in die kicker-Rangliste wirft, die sich aus der Benotung der Spieler aller Teams zusammensetzt, erhält eine Ahnung davon, welcher Klub besonders überzeugend auftrat und welcher oftmals nur enttäuschte. Stimmt demzufolge die sportliche Leistung der Teams mit dem erreichten Tabellenplatz überein?
Die Enkel Rudi Gutendorfs – Deutsche Nationaltrainer im Ausland
Rudi Gutendorf gilt als Urgestein des deutschen Trainerwesens und als derjenige mit dem größten Miles&More-Konto. Mehr als 50 internationale Stationen pflastern seine persönliche Trainervita. Auch heute ist Fußball-Know-how „Made in Germany“ nach wie vor gefragt. Laut transfermarkt.de gibt es momentan 32 Trainer aus Deutschland die weltweit im Einsatz sind, zehn trainieren gar Nationalmannschaften. Von Ottmar Hitzfeld in der Schweiz bis Michael Weiß auf den Philippinen.
Karim Guédé – Slovenský futbalový reprezentant
Karim Guédé fiel mir zum ersten Mal am 24. März auf. An jenem Samstag erzielte er nach 8 Minuten das 1:0 für den SC Freiburg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das nahm ich zunächst nur zur Kenntnis. Was mich allerdings stutzig machte, war sein anschließendes Interview in der Sportschau. In fließendem Deutsch gratulierte er seiner Mutter zum Geburtstag. Moment! Stopp! War er nicht in der Winterpause von einem slowakischen Verein nach Freiburg gewechselt? Im globalisierten Fußball kein unüblicher Zwischenschritt für Afrikaner auf dem Weg in eine der größeren Ligen, so dachte ich. Nur wieso spricht er dann so gut Deutsch? Und wieso grüßt er dann noch in dieser Sprache seine Mutter? Diese Fragen waren der Auftakt zur Entdeckung einer wahrlich außergewöhnlichen Fußballer-Biographie.
Wo oben unten ist: Fußball in Schleswig-Holstein
„Tote Hose – Landkreis Nixlos“. Ein Sticker aus den 1980er Jahren beschreibt vortrefflich den Zustand des Fußballs in ganz Schleswig-Holstein. Seit Einführung der Bundesliga 1963 hat es keinen Verein aus dem nördlichsten Bundesland dorthin verschlagen. Die Anzahl der Zweitligaspielzeiten von Klubs aus Schleswig-Holstein lassen sich an zwei Händen abzählen und auch Bundesligaprofis stammen äußerst selten von dort.
EURO 2012: „Die Ukraine ist richtig, richtig Ausland“
Michael Gabriel leitet die Koordinationsstelle Fanprojekte, kurz KOS, die sozialpädagogisch arbeitende Fanprojekte in Deutschland betreut. In seinem Berufsleben hat der 48-jährige schon viele Länder und unzählige Stadien besucht. Knapp drei Monate vor der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine spreche ich mit ihm über die Fankultur in Europa und was die nach Osteuropa reisenden Fans bei der EURO 2012 erwartet.
Paderborn … der lange Anlauf zur Fußballstadt
Seit Oktober tummelt sich der SC Paderborn 07 putzmunter unter den Top 5 der 2. Bundesliga. Zwischen Eintracht Frankfurt, dem FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf und der SpVgg. Greuther Fürth wirkt der Underdog allerdings wie ein Fremdkörper. Ich habe mich bisher hartnäckig geweigert Paderborn als Spitzenteam anzuerkennen. Irgendwann wird diese Ansammlung an namenlosen Kickern doch wohl einbrechen. Doch weit gefehlt, mittlerweile fertigen sie ihre Gegner sogar ab. Nun befasse ich mich also doch mit dem Paderborner Fußball! Ein Thema, das mich schnurstracks zurück ins Jahr 1983 führt.
Steel-City-Derby No. 127
In welcher Stadt kickt der älteste Fußballverein der Welt? Wo pilgern Fußballfans in das weltweit älteste Fußballstadion, in dem 1878 zudem das allererste Fußballspiel unter Flutlicht stattfand? Die Antwort lautet jeweils Sheffield. Am Sonntag (26.02.) bitten die beiden fußballerischen Aushängeschilder der mittelenglischen Stadt – „United“ und „Wednesday“ – als Zweiter und Dritter zum Spitzenspiel in der englischen League One. An der League One ist allerdings nur der Name erstklassig. Hinter ihr verbirgt sich die Tristesse der dritten Liga.
Einwurf: Der ewige Tritt des Kevin-Prince B.
Da war gestern Abend mal wieder Champions-League (AC Milan gegen Arsenal FC) auf Sat1 angesagt und Kevin-Prince Boateng spielte ganz groß auf. Doch was haben uns die Herren Johannes B. Kerner und Wolff-Christoph Fuss immer wieder aufs Abendbrot zu schmieren? Die minütlich größer werdende Verwunderung, dass der „Bad Boy“ Kevin-Prince B. bei Milan „resozialisiert“ wurde. Einfach nur peinlich.
Kickschuh-blog: Rück- und Ausblick
Seit vier Monaten behandelt der Kickschuh-Blog Fußballthemen, die die Massenmedien hierzulande gerne links liegen lassen. Die notwendige Muße, um diesen Geschichten nachzujagen, verdankt der Blog-Autor einer Errungenschaft der Großen Koalition: dem Elterngeld. Nun steht er wieder in Lohn und Brot, weshalb neue Beiträge fortan unregelmäßiger erscheinen werden. Eigentlich der passende Zeitpunkt, um zu überprüfen, wie sich einige der präsentierten Themen in der Zwischenzeit entwickelt haben.
One to watch: Eden Hazard
Europäische Sportjournalisten wählten unlängst den Dortmunder Mario Götze zum vielversprechendsten Talent im europäischen Fußball. Knapp hinter ihm und dem Spanier Thiago Alcántara belegte der Belgier Eden Hazard Platz 3. Der 21-jährige spielt seit 2005 im französischen Lille und trug maßgeblich zur Meisterschaft des OSC im vergangenen Jahr bei. Zudem ist er eines der großen Versprechen auf eine goldene Zukunft des belgischen Fußballs.
