Venezuela: Fußballzwerg mit Wachstumsschub

Gegen alle Nationalteams des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL hat die deutsche Nationalelf bereits Länderspiele bestritten. Einzig Venezuela fehlt noch in der Statistik. Das mag daran liegen, dass der Fußball dort lange Zeit keinen hohen Stellenwert besaß. Zudem haben sich die venezolanischen Kicker noch nie für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Das könnte sich bald ändern, erweist sich der einstige Fußballzwerg Südamerikas doch immer häufiger als ebenbürtiges Team.

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Europäische Ligen: Langeweile oder Spannung im Meisterkampf?

Vor wenigen Tagen behandelte dieser blog die erstmaligen Titelträger in 23 europäischen Eliteklassen. Demnach gelingt es nach wie vor Vereinen erstmals die Meisterschaft zu holen. Ein Beleg für einen funktionierenden Wettbewerb um die nationale Krone ist das nur bedingt. Deshalb soll nun in einem zweiten Schritt untersucht werden, wie „offen“ der Meisterkampf in den vergangenen 20 Jahren war. Während einige der 23 Ligen förmlich zementiert scheinen, sticht eine starke Liga besonders positiv ins Auge.

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Üks, kaks, kolm – eesti!

Morgen Abend wird die A. Le-Coq Arena in Tallinn prall gefüllt sein, denn Estlands Nationalelf bestreitet das erste Play-off-Spiel zur Euro 2012 gegen Irland. Den sangeskräftigen irischen Supportern werden die estnischen Fans ein kräftiges „Üks, kaks, kolm – eesti“ entgegensetzen, das übersetzt an längst vergilbte DDR-Gassenhauer erinnert: „Eins, zwei, drei – Estland“. Für alle die zur Einstimmung mehr über den estnischen Fußball wissen wollen, hier eine kleine estnische Zahlenkunde:

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Europäische Ligen: Erstmals Meister – ein besonderes Phänomen

Zuletzt gewannen zwei Vereine im 100. Jahr ihres Bestehens den ersten Landesmeistertitel: Viktoria Pilsen in Tschechien und Molde FK in Norwegen. Vor zwei Jahren feierte der VfL Wolfsburg seine Premiere als Deutscher Meister. Doch wann gab es in anderen europäischen Ligen zuletzt Klubs, die ihren ersten Meistertitel holten? Was begünstigt solche Erfolge? Und wie häufig kommt es überhaupt dazu?

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Vereint vom Rekordspiel bis zum Abstieg: AS Monaco und Deportivo La Coruna

Am 5. November 2003 trug sich im Stade Louis II wahrlich Historisches zu. AS Monaco gewann in der Vorrunde der Champions League mit 8:3 gegen Deportivo La Coruna. Bis heute die torreichste Partie in der europäischen Königsklasse. Keine sechs Monate später standen beide Vereine im Halbfinale der Champions League. Ein Erfolg, der ihnen seither nicht mehr gelang. Schlimmer noch, beide stiegen im Mai 2011 ab!

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Ungarn-Aufstand 1956: Wie Bonn beinahe ein Länderspiel verhinderte

Über zwei Meldungen bin ich in den letzten Tagen gestolpert: Miroslav Klose sagte, „Die Politik muss außerhalb des Stadions bleiben“ und der ungarische Volksaufstand von 1956 jährt sich zum 55. Mal. Beide Sachverhalte scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Gerade das Beispiel des niedergeschlagenen Volksaufstands zeigt allerdings, dass die Politik sehr wohl versucht im Sport mitzumischen: 1957 wollte Außenminister Heinrich von Brentano ein DFB-Länderspiel gegen Ungarn verhindern.

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Savio, when did it all go wrong?

26. Juli 2008: Die U19 des DFB gewinnt das Finale der Europameisterschaft in Tschechien. Aus dem deutschen Team sticht ein Spieler heraus, der sein Geld bereits im Ausland verdient: Savio Nsereko vom italienischen Serie-B-Verein Brescia Calcio. Während die meisten seiner damaligen Teamkameraden mittlerweile in der 1. Bundesliga spielen, scheint Savios Karriere gerade am absoluten Tiefpunkt zu sein. Im September verschwand er zum zweiten Mal binnen eines Jahres für mehrere Wochen spurlos.

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Nationalspieler gesucht … im Ausland

Heute Abend geht es weiter mit der Qualifikation für die Euro 2012. Dabei treten mehrere Teams mit Spielern an, die als Migranten in anderen Staaten aufgewachsen sind und dort ihre fußballerische Ausbildung erfahren haben. Wie Ömer Toprak, 2008 noch U19-Europameister mit dem DFB. Er spielt fortan für die Türkei, das Heimatland seiner Eltern. Der türkische Verband durchforstet mit seinem Europabüro seit längerem penibel, welche türkisch-stämmigen Spieler in anderen Ländern fußballerisch herausstechen, damit er diese für sein Nationalteam gewinnen kann. Grund genug einmal dem Phänomen des Verbandswechsels nachzuspüren.

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